Man kann sie frittieren, backen, mit (unter) dem Couscous mitdämpfen oder in der Soße mitkochen. Ich hab meine frittiert, denn damit kommt zum herzhaften Inneren noch das knusprige Äußere. Man kann sie auch mit 100 g Hackfleisch bereichern oder mit einer entsprechenden Menge Leber. Ich wollte sie lieber vegan, schon alleine aus dem Grund, weil ich schon wusste, die werde ich alleine essen müssen (meine Fastfood-lover sind keine Fans von Gemüse aller Art) und ohne Fleisch halten die Frikadellen länger.
Es ist auch kein typisches Essen aus Gafsa, man verortet sie mehr in Mahdia, Tabarka und Jendouba.
Ich war allerdings auch überrascht, wie lecker sie sind, pikant, mit etwas Harissa-Schärfe, aber ohne Knoblauch.
Zutaten für ca 12 Stück:
4 kleine Bund Spinat, grob gehackt
2 rote Zwiebeln, fein gehackt
1 Bund Petersilie (gehackt)
1 Bund frischer Dill, gehackt oder 3-4 EL getrockneter (Chebet heißt Dill, davon haben sie ihren Namen)
1-2 Eier
1 TL Kurkuma
1 EL Koriander gemahlen
1 EL getrocknete Minze
Salz
Harissa nach Geschmack (1-2 TL)
1 TL Tomatenmark
5 EL Olivenöl
2 Tassen feiner Hartweizengrieß (smid rotob)
Alles zusammen mischen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank quellen lassen. Sie werden dadurch fester. Sollten sie zu weich sein, noch etwas Grieß zugeben.
In der Zwischenzeit den Couscous kochen.
500 g feiner Couscous
4 Karotten
ggf. Chilis
1 Zwiebel
1/2 Glas Olivenöl
3 EL Tomatenmark
Harissa, Kurkuma, Salz, Pfeffer, Ras el Hanout
Den Couscous wie üblich kochen siehe unter Couscousbnin2
Nur, dass weniger Gemüse in die Soße kommt.
Statt dem Gemüse gibt es dann die Frikadellen dazu.
Aus dem Kräuerteig Frikadellen formen und heiß frittieren. Also das Fett oder Öl muss heiß genug sein, sonst saugen sie sich voll und lösen sich auf….
Lasst es euch schmecken!

