Lammtajine mit Pflaumen – der Klassiker

Dieses Rezept stammt wie so viele aus der arabisch-andalusischen Küche (in Südspanien wachsen unter anderem viele Mandelbäume) und wurde erst von Juden und Muslimen, die vor der christlichen Reconquista (Rückeroberung) geflüchtet waren, im Maghreb verbreitet. Als um 1495 Granada  an die Christen zurückfiel, mußte dort wieder mit Schweinefett gekocht werden, um zu beweisen, dass man Christ war. Heute ist diese Tajine ein Klassiker die mancherorts auch als „marokkanische Hochzeitstajine“ bezeichnet wird. Vor allem in der marokkanischen Hauptstadt Rabat, wo viele Pflaumenbäume wachsen, ist sie ein beliebtes Festtagsgericht.

4 Personen

750 g Lammschulter oder Lammgulasch (Knochen mitkochen)
20 getrocknete Pflaumen ohne Kern
120 g Mandeln, blanchiert und geschält
2 Zwiebeln, gehackt
2 Knoblauchzehen, gehackt
Olivenöl
1,5 Tl Salz
1 TL weißer Pfeffer
1 Tl gemahlener Ingwer
1 TL Safranfäden, geröstet, gemörsert und in heißem Wasser aufgelöst
2 Zimtstangen
1/2 TL Zimtpulver
1 Messerspitze Kurkuma

Pflaumen in kaltem Wasser einweichen:
Fleischstücke mit Zwiebeln und Knoblauch in etwas Olivenöl anbraten.
Die Gewürze und das Safranwasser zum Fleisch geben und gut umrühren.
Mit soviel Wasser auffüllen, dass das Fleisch gerade bedeckt ist.
Im der geschlossenen Tajine bei mittlerer Hitze ca.40 Minuten garen.Pflaumen und Zimtstangen zugeben und weitere 20 Minuten geöffnetemTopf garen. Wenn die Sauce etwas eingekocht ist, den Deckel wieder auflegen und weitere 20 Minuten kleinster Hitze ziehen lassen. In der Zwischenzeit die Mandeln in etwas Öl oder Butter goldgelb rösten und vor dem Servieren über das Gericht streuen.

Dazu passt Baguette und Rotwein.

Anmerkung:
für die Tajine auf dem Foto wurde kein Lamm, sondern Hühnerbrustfleisch verwendet, da grade kein Lamm zu bekommen war. Auch das schmeckt sehr lecker, aber es ist etwas trocken. Mit Lamm ist es auf jeden Fall saftiger. Wenn Hühnerfleisch, dann Schlegel kaufen und sich die Arbeit machen, das Fleisch vom Knochen zu schneiden. Das ist dann wie bei den asiatischen Currygerichten ein sehr zartes und saftiges Fleisch, das länger gegart werden kann, ohne trocken zu werden.

 

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