Auf dem Land – was geht ab?!

Heute waren wir wieder mal auf dem Hof, auf dem unsere Milchkühe stehen, da sie Futter brauchten. Er liegt ca 25 km außerhalb der Stadt, deshalb sind wir nicht täglich dort. Fassah, Sirgom, Alko war ausgegangen: da der Lieferant den Weg nicht alleine findet, müssen wir immer voraus fahren.
Und dort auf dem Land, am Fuße einer Bergkette, herrscht derzeit Frühling und junges Leben findet sich an allen Ecken. Die Hennen suchen zusammen mit ihrer Kükenschar ihr Futter, die Wachhündin, ein Bullterrier, hat acht Junge geworfen.

Die neuen Mandeln sind schon grün, an den Pistazienbäumen hängen dicke Trauben mit den künftigen Früchten, die Olivenbäume blühen, ebenso die Feigen.

Die Schafe finden ebenfalls jede Menge Futter. Von unseren Jungkühen, die letzten Sommer geboren wurden, hat eine 5 Zitzen. Leider hat sie mich nicht so nahe rangelassen, dass ich alle fünf aufs Foto bekommen hätte. Aber ich habs gesehen, kein Märchen, walahi! Der junge Araberhund hat sich gefreut, dass mal wieder jemand mit ihm gelaufen ist, er konnte nicht mal fürs Selfie stillsitzen. Und die freiwilligen Hofhunde brauchen ebenso wie die anderen kein Dosenfutter. Sie bekommen eingeweichtes Baguette. „Altes“ Brot fällt jede Menge an, da das Brot sehr schnell austrocknet und täglich frisch gekauft werden muß.

Die Kaninchen vermehren sich schneller, als man sie fangen könnte. Und die Triebe unseres im Frühjahr gepflanzten Maulbeerbaumes schmeckten offensichtlich den Gänsen auch sehr gut. Deshalb gab es dann Pflanzenschutz auf tunesisch.

Wunderschön blühen gerade die Ohrenkakteen. Die Früchte schmecken sehr lecker, sind aber erst im Sommer soweit. Sie passen gut zu Melone oder Gurke, nur von den Stacheln muß man sie vorher ganz vorsichtig befreien.  Im Hof fanden wir noch einen Igel, der als Delikatesse mit nach Hause sollte. D.h. er hat es auch bis hierher geschafft, aber vor dem Kochtopf oder Backofen (keine Ahnung, wie ein Igel zubereitet wird, ich nehme an mit einer Lehmhülle gebacken) konnte ich ihn dann doch retten. Sehr zur Enttäuschung der Kinder, die gerne noch mit dem Tier gespielt hätten. Lieber verzehre ich dann die Gänseeier, zwar nicht als Spiegelei, sondern nur durchgegart, aber das Eigelb schmeckt sehr lecker cremig – wenn man die harte Schale dann endlich abbekommen hat.

 

Auf dem Heimweg verwöhnte uns eine wunderbare Abendstimmung – siehe Titelfoto.

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