Harira- marokkanische Festtagssuppe

Harira ist nicht nur eine beliebte Ramadan-Suppe und so etwas wie die Nationalsuppe in Marokko,  es gibt sie auch vereinfacht für den täglichen Genuss. Sie ist in sehr ähnlicher Variante auch in Libyen beliebt. Man kann die Harira als Restauranttester in Marokko nehmen: Ist die Harira gut, schmeckt auch der Rest. Auf dem Djema el Fna in Marrakesch  („La Place“) schmeckt sie nämlich nicht besonders, eher nach Tomatensuppe mit aufgeweichten Nudeln, kostet dafür fast nix. Aber die Arbeit – und es macht etwas Arbeit – lohnt sich unbedingt. Sie ist sehr gut und sättigend, fast ein Eintopf. Im Original wird meist nur Rindfleisch verwendet. Ich mache meine Suppe mit Rind, Lamm und Huhn, nehme großzügig Safran und röste das Gemüse wie bei der libyschen „Schwestersuppe“ vorher an. So wird die Brühe noch würziger und auch etwas dunkler.

Für 6 – 8 Personen

100 g Kichererbsen, über Nacht eingeweicht (oder eine kleine Dose – 240 g netto)
100 g rote Linsen
100 g Reis
100 g kurze Suppenudeln, geröstet
3 mittlere Zwiebeln
3 Selleriestangen
5 Karotten
400-600 gr mageres Rindfleisch ohne Knochen
4 -5 Hähnchenteile
400-600 g Lammgulasch
wenn erhältlich, 1 kg Rinder und Lammknochen
1 kg Tomaten
1 Essl. Tomatenmark
Saft von 2 Zitronen
1 TL Kurkuma
½ TL Safranfäden
½ Bund frische Petersilie
½ Bund frischer gehackter Koriander
mind. 1 Teel. Salz, 1 Teel. weißer Pfeffer, 2 Zimtstangen, 1 TL Ingwerpulver

Huhn mit gespickter Zwiebel und 1 Bund Suppengrün sowie Salz und Pfefferkörnern in 1- 1,5 l Wasser kochen, abkühlen lassen, Fleisch in mundgerechte Stücke zupfen. Brühe aufbewahren.

Selleriestangen, Karotten und Zwiebeln in kleine Stücke schneiden und mit den Knochen im Backofen rösten, bis das Gemüse anfängt, braun zu werden. Dann für mindestens 1 Stunde auskochen. Abseien und die Brühe gleich weiter verwenden.
Separat in einem großen Topf in Olivenöl andünsten. ½ -1 l Wasser und die Hühnerbrühe aufgießen, Salz, Pfeffer und Fleisch, Ingwer, Safran (im Mörser zerrieben und mit heißem Wasser aufgelöst) und Zimtstangen dazu, zum Kochen bringen.

Separat die Tomaten einschneiden und in kochendem Wasser 5 Minuten ziehen lassen, abschrecken, häuten und pürieren (oder, wer einen Mixer hat, im Ganzen mit der Schale pürieren….), mit dem Tomatenmark in die Suppe geben. Die Petersilie abbinden und das Sträußchen im Mullsäckchen oder ohne mitkochen lassen. 1 ½ -2 Stunden kochen, bis das Fleisch total weich ist (Schnellkochtopf). Fleisch entnehmen, Brühe abseien und mit der Brühe vom gerösteten Gemüse zusammenschütten. Die Kombi-Brühe wie folgt weiterverwenden.

Kichererbsen abgießen und häuten. Das geht am besten, wenn man sie in eine Schüssel gibt und zwischen den Händen reibt. So geht die Schale ab. Dann kaltes Wasser aufgießen, und mit einem Teesieb die leichten oben schwimmenden Schalen abfischen, 3,4 mal wiederholen, dann sollte alles erledigt sein. Die gehäuteten Kichererbsen zum kleingeschnittenen Fleisch geben.  In der Brühe nun zuerst die Linsen kochen, bis die Linsen fast verkocht sind und sich quasi aufgelöst haben (wer empfindlich ist, rührt 1 TL gemahlenen Koriander dazu). Dann, oder etwas in der Zeit versetzt, den Reis ebenfalls darin gar kochen.

Geröstete Suppennudeln in Salzwasser kochen, abseien und in etwas Öl in der Pfanne frittieren. Sie weichen dann nicht so schnell auf.

Kurz vor Ende der Garzeit den feingehackten frischen Koriander und den Saft von 2 Zitronen in die Suppe geben.

Nudeln in die Teller geben und mit Suppe aufgießen.

Die Suppe soll sämig, aber nicht dick sein. Unbedingt abschmecken und gegebenenfalls mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Suppengemüse_zumRösten.jpg

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