Zur Burkaverbot-Abstimmung in der Schweiz

Das Wort Freiheit (7orriya/hurriya) ist den Muslimen suspekt. Von klein auf erzählt man ihnen, dass Freiheit gleichbedeutend mit Chaos (fitna) ist und der Untergang folglich nicht weit. Und wenn es nicht der physische Untergang ist, so doch zumindest der moralische. Freiheit im Westen wird imaginiert zu „jeder hat Sex mit jedem, Frauen können mit beliebigen Männern schlafen, schwanger werden und abtreiben, ohne dass es jemand erfährt. Als Mann weißt du nicht, ob deine Kinder wirklich deine Kinder sind und ob dir deine Frau nicht schon längst Hörner aufgesetzt hat. Männer verfallen den schamlos dargebotenen Reizen der Frauen ebenso wie dem Alkohol und am Ende der Tage, am jüngsten Gericht, wenn Allah aussortiert – die Guten rechts, die Schlechten links – fallen sie in die Hölle und die Familie sieht sie nie wieder“. Viele, wenn nicht die meisten Erwachsenen glauben das, nicht Kinder!

Diskussionen über Freiheit, also die Freiheit in westlichen Ländern, lösen folglich ungeheure Ängste aus, und in deren Schlepptau dann entsprechende Aggressionen. Wenn ich sage „hier weiß keiner, was Freiheit wirklich ist, weil keiner, weder Frau noch Mann sie jemals erlebt hat“, dann bekomme ich als Antwort „wir leben hier ganz normal“. Und: „bei uns hat eine Frau die Freiheit zu entscheiden, ob sie mit oder ohne Kopftuch oder auch mit Nikab gehen will“. Tolle Freiheit. Hat sie auch die Freiheit zu entscheiden, ob und wo sie arbeitet oder studiert? Nach dem Gesetz ja, in der Realität nein. Denn nur allzugerne verwechselt man Religion mit patriarchalen Traditionen.

Burka oder Nikab, davon steht nichts im Qur´an, auch wenn es Scheichs und Imame gibt, die das gerne behaupten. Wenn ich offen bin, empfand ich den Anblick dieser Ganzkörperverhüllten schon immer als unehrliche Wichtigtuerei. Die Schwester eines ägyptischen Freundes (geschieden, wechselnde Freunde, abgebrochene Uni, mehrere Abtreibungen) erschien eines Tages im Nikab und verkaufte Kopftücher am Eingang einer Moschee in Kairo. War sie plötzlich reuig und gläubig geworden? Keineswegs. Ihre Mutter hatte ihr nach zahlreichen Eskapaden das Zimmer im Erdgeschoss des Hauses, in dem sie vorher relativ einfach Herrenbesuch empfangen konnte, entzogen und sie zu sich ins Schlafzimmer verbannt. Mit der neuen Frömmigkeit wollte sie sich einfach wieder zurück in die begehrte Freiheit katapultieren. Weil es keine offizielle Freiheit gibt, wird einfach sehr viel geheuchelt.

Kopftuch in Kombination mit hautengen Klamotten löst bei mir starke Abneigung aus, weil es schlicht und ergreifend verlogen ist. Es geht ja eigentlich darum, seine Reize eben nicht zu zeigen. Männer wie Frauen übrigens!‼ Mit dieser Kombi zeigt frau ihre Reize und das Kopftuch oben drauf soll heißen: ja was eigentlich? Ich bin eine gute Muslima oder ich bin nicht zu haben? Eher so: ich bin genauso schön und sexy wie eine westliche Frau, und obendrein bin ich aber moralisch besser, weil „Muslima mit Kopftuch“ und man sieht keinen Quadratzentimeter nackter Haut. Das bilden sich ja wirklich viele ein, denn das wird ihnen auch von Kindheit an gesagt. Das andere sind die „bad girls“, die schlechten Frauen.

Arbeiten mit Kopftuch, ja oder nein? Im Sinne der Frauen-Emanzipation (= Befreiung von Abhängigkeit) ist es ohne Frage besser, wenn Frauen überhaupt arbeiten gehen und ihr eigenes Geld verdienen. Das ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Ohne Kopftuch lässt Mann/Familie sie meist gar nicht arbeiten gehen. Das Kopftuch diesbezüglich abzulegen, halte ich für zweitrangig. Erstmal müssen sie selbstständig und unabhängig werden.
Sie sollten allerdings nicht in einer Position sein, wo sie Kindern und jungen Mädchen erzählen können, das Kopftuch sei unbedingt notwendig. (Literaturtipp: „Die Macht der muslimischen Mütter“ von Zana Ramadan)

Die Frage, um die es ständig geht, lautet ja: Ist das Kopftuch eine religiöse Pflicht oder nicht? Fakt ist: es steht nirgends wörtlich im Koran: „Frauen, Ihr müsst die Haare verhüllen!“ Nirgends. Ein Tuch/Tücher werden im Qur´an genau dreimal erwähnt, wenn es um Frauen geht. Bei 6236 Versen nicht wirklich beeindruckend und da könnte man schon sagen, es gab offensichtlich Wichtigeres als Frauen-Klamotten.
In der ersten Erwähnung (Sure 33/53, Al Ahzab, Die Gruppierungen) geht es ausschließlich um die Ehefrauen des Propheten Mohamed. Da handelt es sich um das Privatleben des Propheten, damit seine Fans und Jünger ihm quasi nicht ständig auf die Pelle rücken und bei ihm zum Essen aufkreuzen und nicht mehr nach Hause gehen. Es heißt da bezügl. der Frauen (des Propheten): „Und wenn ihr sie um einen Gegenstand bittet, so bittet sie hinter einem Vorhang. Das ist reiner für eure Herzen und ihre Herzen……“. Hier ist die Rede von „Hijab“, was damals lediglich „Vorhang“ bedeutete. Gott konnte auch einen Vorhang zwischen Mohamed und seine Feinde stellen oder zwischen Moses und seine Feinde. In diesem Zusammenhang wird das Wort Vorhang ebenfalls öfters gebraucht. In den nächsten Suren geht es vor allem um die damalige Situation in der Stadt Medina. Mohamed hatte viele Feinde, seine eigene Familie bekämpfte ihn. Es geht also in Sure 33/58 um Verleumdung und Belästigung von seiten von Mohameds Gegnern und dann in Sure 33/59 heißt es: Prophet! Sag deinen Gattinnen und deinen Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie mögen einen Teil ihres Überwurfs über sich herunterziehen. So werden sie eher erkannt und nicht belästigt.“ Der arabische Begriff für den erwähnten Überwurf lautet „Dschilbâb“. Für die meisten klassischen Koran-Kommentatoren ist damit eine Oberbekleidung gemeint. Wie genau diese damals ausgesehen hat, weiß man heute nicht mehr. Fakt ist jedoch, dass jüdische und christliche Frauen auch Tücher/Überwürfe trugen. Also allgemein trugen Frauen damals bereits Tücher als Teil der damaligen Mode, wenn man es so bezeichnen will. Man denke nur an die Jungfrau Maria und an die Nonnen. Hätte es damals Tshirts oder Blusen gegeben, so hätte es vielleicht geheißen: Sag deinen Gattinnen und den Frauen der Gläubigen, sie sollen keine tiefausgeschnittenen Oberteile anziehen und nicht schulterfrei herumlaufen, denn nur darum geht es.
In Tunesien auf dem flachen Land tragen fast alle alten Frauen noch den Sifsari: ein weißes Tuch als Überwurf; von den Jungen allerdings niemand mehr. Ist doch recht altertümlich und unpraktisch.

Die dritte Erwähnung von Bekleidung für Frauen steht in Sure24/31, An-Nur, das Licht. „Und sag den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Augen niederschlagen, und ihre Keuschheit bewahren, ihren Schmuck nicht offen zeigen, soweit er nicht normalerweise sichtbar ist, ihre Tücher (khomori) über ihre Busen ziehen und ihren Schmuck niemandem offen zeigen außer ihrem Mann, ihrem Vater, ihrem Schwiegervater, ihren Söhnen, ihren Stiefsöhnen, ihren Brüdern, den Söhnen ihrer Brüder und ihrer Schwestern, ihren Frauen, die sie von Rechts wegen besitzen, der männlichen Gefolgschaft, die keinen Geschlechtstrieb (mehr) hat, oder Kindern, die die weibliche Intimsphäre nicht beachten. Und sie sollen nicht feste auftreten, um auf den Schmuck aufmerksam zu machen, den sie verborgen tragen. Und wendet euch allesamt reumütig wieder Gott zu, ihr Gläubigen. Vielleicht wird es euch wohl ergehen.“
Mit Schmuck sind vor allem die körperlichen Reize gemeint oder Teile der Bekleidung, welche die (männliche) Fantasie anregen könnte.
Vor Vers 31 kommt aber natürlich Vers 30 und der richtet sich an die Männer: „Und sag den gläubigen Männern, sie sollen ihre Augen niederschlagen, und ihre Keuschheit bewahren.“ (Wieviele kennt Ihr, die das machen? In Deutschland beispielsweise……..)
Folglich wird sowohl Männern als auch Frauen Bescheidenheit und Sexualmoral vorgeschrieben. Beide sollen ihr sexuelles Verlangen kontrollieren. Frauen haben dann zusätzlich Verantwortung dafür, dass ihr „Schmuck“ (zîna, also eigentlich ihre „Schönheit“) vor den Blicken anderer zumindest teilweise verborgen ist. Hier wird das Wort Khimar verwendet, also Kopftuch (plural: Khomori).
Dies ist quasi der „zentrale Kopftuch/Verschleierungsvers“ im Qur´an, der für die Rechtfertigung herbeizitiert wird.
Eine Verschleierung, schon gar eine Ganzkörperverschleierung inklusive Gesicht und Hände kann aber daraus nicht abgeleitet werden. Damals HATTEN/TRUGEN sie ja bereits Tücher, sie sollten sie lediglich etwas tiefer ziehen und den Busen bedecken. Die Mode hat sich logischerweise geändert und heutzutage kann man den Busen eben auch anders bedecken.
Es geht um sittsame Bekleidung und Kontrolle der Sexualität, die sich in Bekleidungsvorschriften für beide  Geschlechter äußert: Männer sollen ihren Körper vom Bauchnabel bis zu den Knien bedecken, Frauen den ganzen Körper außer Gesicht, Hände und Füße. Das geht aber mit Hose und langärmeligen Tshirt genauso.

Die muslimischen Menschen sollen sich nicht von vordergründigen Reizen beeinflussen lassen. Daher ist ihnen  wichtig, im öffentlichen Leben dafür zu sorgen, dass jene Anziehungsbereiche menschlicher Sexualität, die sofort ins Auge springen können, bedeckt gehalten bleiben. Dies bedeutet jedoch keine Ungleichheit von Frauen und Männern; Frauen haben nun mal mehr „sexy“  Merkmale und Männer sind halt mehr visuell veranlagt in dieser Beziehung 😉

Der Schleier bzw. das Kopftuch wurde allerdings nicht immer als Zeichen von Züchtigkeit gewertet. Zu mancher Zeit galt der Schleier als ein Symbol der Auszeichnung, der Würde und Überlegenheit von Frauen der gehobenen Schicht, wie im Iran in vorislamischer Zeit zum Beispiel. Sklavinnen und Prostituierte durften (!) keinen Schleier/Kopftuch tragen. Auch bedeckten jüdische Frauen in Europa bis ins 19. Jahrhundert mit einem Tuch ihre Haare, später griffen sie zur Perücke.
Christliche Frauen sollten ebenfalls ein Kopftuch tragen als Zeichen ihrer Unterwerfung unter den Ehemann und unter Gott: 1.Korinther 11, 3-16: „Ich will aber, dass Ihr wisst, dass Christus das Haupt eines jeden Mannes ist; der Mann aber ist das Haupt der Frau; Gott aber ist das Haupt Christi“. Das Tuch auf dem Kopf einer Korintherin zeigte, dass sie unter der Autorität ihres Ehemannes stand und sich somit Gott unterordnete.

Ein weiterer grusliger Vers aus den Korinthern, 1. Korinther 11, 4-12
„Ein jeglicher Mann, der betet oder weissagt und hat etwas auf dem Haupt, der schändet sein Haupt.Ein Weib aber, das da betet oder weissagt mit unbedecktem Haupt, die schändet ihr Haupt, denn es ist ebensoviel, als wäre es geschoren. Will sie sich nicht bedecken, so schneide man ihr das Haar ab. Nun es aber übel steht, dass ein Weib verschnittenes Haar habe und geschoren sei, so lasset sie das Haupt bedecken.
 Der Mann aber soll das Haupt nicht bedecken, denn er ist Gottes Bild und Ehre; das Weib aber ist des Mannes Ehre.Denn der Mann ist nicht vom Weibe, sondern das Weib vom Manne. 
(1. Mose 2.21-23)   Und der Mann ist nicht geschaffen um des Weibes willen, sondern das Weib um des Mannes willen. (1. Mose 2.18)  Darum soll das Weib eine Macht („Macht“ bedeutet wohl: Schleier) auf dem Haupt haben, um der Engel willen.  Doch ist weder der Mann ohne das Weib, noch das Weib ohne den Mann in dem HERRN; denn wie das Weib vom Manne, also kommt auch der Mann durchs Weib (sie gebiert ja Männer und Frauen); aber alles von Gott.“

Ich kann mich erinnern, dass bei uns auf dem Dorf die alten Frauen mit Kopftuch in die Kirche gingen, die Männer ihre Mütze oder ihren Hut in der Kirche abnahmen.

Im Qur´an in Sure 2, Vers 256 heißt es „Es gibt keinen Zwang in der Religion“, was eben bedeutet, dass sich jeder Mensch frei für seine religiöse Überzeugung entscheiden darf. Ebenso kann man einen Menschen nicht zu bestimmten Handlungen zwingen, auch wenn es ihm seine Religion vorschreibt. Man ist letztlich einzig vor Allah/Gott verantwortlich, solange man durch sein Verhalten nicht die Rechte anderer Personen verletzt. Das ist nicht der einzige Vers, der im Qur´an für Toleranz im Glauben steht. Für Islam-Faschismus und Terrorismus gibt es daher keinerlei religiöse Rechtfertigung. Beides ist politisch und entsprechend zu werten und hier ist jegliche – leider neuerdings gerne und viel zu schnell als „Islamophobie“ abgewertete – Vorsicht und Verurteilung angebracht!

Was das Burkaverbot in der Schweiz angeht, da geht es ja um 30, 40, maximal 50 Frauen in der gesamten Schweiz. Im Prinzip lächerlich, dafür so einen Tanz zu machen. Aber da man ja nicht weiß, ob diese Frauen das freiwillig machen oder dazu gezwungen werden, wäre das schon mal ausreichend als Grund für ein Verbot. Ob es was nützt und ob sie dann gar nicht mehr das Haus verlassen können, ist die andere Frage. Ein weiterer Grund wäre für mich, dass unter einer Burka oder einem Nikab wunderbar Waffen transportiert werden können und dies ist schon oft der Fall gewesen in Konflikten oder Kriegen. In den Golfstaaten besuchen die Liebhaber ihre Geliebten unentdeckt in Ganzkörperverhüllung!
Wenn die teuren Genfer Edelhotels Angst haben, im Falle eines Burkaverbotes ihre reiche saudische Kundschaft zu verlieren, dann meine ich doch: sollen sie endlich Farbe und sich zu den freiheitlich-demokratischen Grundrechten bekennen, diesen Patriarchen die Tür weisen und nicht noch von ihnen profitieren!

PS: Das Thema Bekleidungsvorschriften für Frauen finde ich außerordentlich spannend. Da werde ich demnächst mal einen Artikel dazu schreiben. Oder wer erinnert sich heute noch daran, dass wir Frauen in Deutschland erst ab ca. 1970 Hosen tragen konnten? Frauen in Hosen waren in Restaurants z.B. verboten, in der Schule verboten, im Parlament verboten. In der Türkei sind Hosen erst seit 2013 im Parlament erlaubt, in Frankreich noch später, da vergaß man das Hosenverbot-Gesetz für Frauen zu entfernen.

Ein sehr guter Artikel von einer Frau, die das Kopftuch mit 30 Jahren ablegte:
https://taz.de/Kommentar-Leben-mit-und-ohne-Kopftuch/!5482682/

Zur Info: Nur etwa 30% der Musliminnen in Deutschland tragen Kopftuch. Die meisten davon kommen aus der Türkei oder Nordafrika.

7 Gedanken zu “Zur Burkaverbot-Abstimmung in der Schweiz

  1. deingruenerdaumen schreibt:

    Ach wissen Sie, es ist wichtig, den historischen Kontext bei der Auslegung biblischer (und wie ich meine auch der Texte des Koran) zu beachten. Alles andere ist unseriös. Was war in der Zeit als der jeweilige Text verfasst wurde Brauch. Seit damals sind 2000 Jahre vergangen. Die Glaubensaussagen sind heute wie damals gültig, nicht aber die Anschauungen des Hl. Paulus über das Verhältnis Mann und Frau. Jesus ist die Quelle des christlichen Glaubens und bei ihm dürfen wir lesen, wie er einen liebevollen und achtsamen Umgang mit Frauen Lukas 7,36-49 und Männern Lukas 5, 17-26 hatte. Daraus wurden ihm viele Vorwürfe gemacht : Er wurde als Fresser und Weinsäufer und als Freund der Zöllner und Sünder verunglimpft , Lukas 7,34-35. Das größte aber ist die Liebe, auch ein Ausspruch des Apostels Paulus. An dem dürfen wir uns messen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen gesegneten Freitag Abend und eine erholsame Nacht.

    • 1001food.de schreibt:

      Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Leider verweigern das viele Muslime. Der Koran ist Gottes Wort und somit unantastbar. Daran krankt die gesamte muslimische Welt und sie werden das nie mehr aufholen, selbst wenn sie jetzt mehr Offenheit, Toleranz und Flexibilität zeigen würden. Gleichfalls einen schönen Abend

      • deingruenerdaumen schreibt:

        Nun, da kenne ich ganz patente Musliminnen und Muslime, Seyran Artes , Sie wahrscheinlich auch, einen wunderbaren, syrischen jungen Mann Yussuf heißt er. Da gibt es sicher noch viele andere, denn die Liebe ist die Größte unter den Mächten, die uns als Menschen auszeichnet.

      • 1001food.de schreibt:

        Ich kenne jede Menge patente Muslime, ich lebe ja in Tunesien und bin mit einem davon verheiratet. Aber flexibel, was den historischen Kontext bei der Auslegung des Korans betrifft, sind sie dennoch nicht. Und dass Allah dasselbe ist wie die Liebe ist ihnen nicht zu vermitteln. Hier gilt Schwarz und Weiß, Gut und Böse, Himmel und Hölle, erlaubt und verboten. Das wird mindestens noch 1,2 Generationen dauern, bis da was in Bewegung kommt.

      • deingruenerdaumen schreibt:

        Gut dass Sie das schreiben, ich dachte nach meinem letzten Kommentar auf Ihrem Blog, dass ich zu blauäugig geantwortet hätte. Es stimmt, was Sie sagen, weltoffen sein ist nicht ident mit patent, sein. Mit 1- 2 Generationen muss man weltweit rechnen? Na ja, was soll man machen? Vielleicht gehts doch ein bisschen schneller. Einen lieben Gruß an Sie nach Tunesien, es hat mir Spaß gemacht, mit Ihnen zu in Kontakt zu sein. Salam aleikum, Gott zum Gruß.

  2. arcimboldis_world schreibt:

    Ehrlich gesagt bin ich immer noch hin- und hergerissen, wie ich abstimmen soll. Aber ich werde wohl für das Verbot stimmen. Es fühlt sich für mich richtiger an, dass Frauen sich nicht verhüllen. Das hat mit Glaube und welchem Gott auch immer nichts zu tun. Sondern mit Gleichberechtigung von Mann und Frau. Und niemand kann irgendwem irgendetwas befehlen. Und niemand ist irgendwem untertan.

    • 1001food.de schreibt:

      Ja, das meine ich eben auch. Wenn sie denn verhülltermaßen alles dürften, alleine reisen, arbeiten….. usw. Aber genau das ist ja mit diesen Klamotten schon nicht möglich. Zum Kommunizieren muß man „Gesicht zeigen“, das ist ja mal das mindeste. Es reicht ja schon die aufoktrinierte Unfreundlichkeit von vielen muslimischen Frauen, die arbeiten gehen, z.B. an einer Kasse sitzen oder in einem Amt. Sie sollen ja keinen Augenkontakt haben zu Männern, geschweige denn Lächeln (um Gottes Willen!), das gilt ja schon als Kontaktaufnahme und Aufforderung. Auf uns Europäer wirken sie daher immer kalt, unnahbar und unfreundlich, selbst wenn sie formal höflich sind. Ich empfand das immer als Provokation, bis ich wußte, warum die so „blöd tun“. Frauen jegliche Form des Selbstausdruckes zu nehmen, nur weil sie damit anziehend wirken könnte, ist ja bereits Unterdrückung. Mit der Verhüllung macht man Frauen gesichtslos, ausdruckslos, unsichtbarer als ein Tier. Eine Frau aus Saudi-arabien schrieb einmal: Ich möchte eine Kuh in der Schweiz sein. Die hat mehr Freiheit und ein schöneres Leben als ich als Frau eines reichen Mannes hier!

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