Apfelstrudel Münchner Art

Das ist unser Hausrezept, so wie meine Mutter, Oma und Ur-Oma den Apfelstrudel immer gemacht haben. Ich habe nur geringfügig geändert: statt saurer Sahne nehme ich manchmal Creme fraiche und Rosinen kommen selten rein, weil Kinder das meist nicht mögen. Wenn überhaupt Beeren, dann Cranberries. Bei uns wurde der Apfelstrudel immer in der Reine gemacht und ständig mit heißer Milch begossen, so dass der Teig oben weich blieb und nicht knusprig gebacken. Weil ich meistens gleich zwei Stück mache, passen sie nicht so gut eine Reine, daher nehme ich die Fettpfanne.

Rezept für 2 Strudel:
300 Gramm Weizenmehl (ich nehme Dinkelmehl bzw. Dinkeldunst)
Mehl zum Ausrollen
3 Esslöffel Öl
Prise Salz
2 Eier
ca 1/8 Liter warmes Wasser

Für die Füllung pro Strudel:
6 große säuerliche Äpfel (Boskop eignen sich hervorragend)
optional 1 Handvoll Rosinen
1 kleine Tüte gehobelte Mandeln
1 Becher Creme fraiche oder saure Sahne
2 – 3 Esslöffel Zimt-Zucker
Zitronensaft von ½ Zitrone
flüssige Butter (100 gr pro Strudel)
heiße Milch bzw. Sahne, mit der flüssigen Butter gemischt

Strudelteig verkneten, so dass er weich und geschmeidig ist, aber nicht klebrig. Abschlagen, d.h. der Teig wird richtig mit aller Kraft geschlagen, d.h. auf den Tisch geschleudert und wieder zusammengeknetet usw. Je länger, desto besser.
Dann einen kleinen Topf heiß machen, den Batzen Strudelteig mit Öl einreiben und für 30 Minuten unter den heißen Topf legen, damit sich der Kleber gut entwickeln kann.

In der Zwischenzeit die Äpfel schälen und schnipseln / hobeln, mit Zitronensaft beträufeln, Zimtzucker darüber, Rosinen, Mandeln und Creme fraiche (oder saure Sahne verrührt) dazu, alles mischen.

Den Teig auf bemehltem Tuch ausrollen, soweit es geht. Dann wird er über den Handrücken ausgezogen. Zu zweit geht’s leichter und macht Spaß. Zwischendurch immer wieder gegen das Licht halten und schauen, wo noch dicke Stellen sind. Er soll ja so dünn werden, dass man die Zeitung durch ihn durchlesen kann (hab ich auch noch nicht geschafft). Dann wieder auf das Tuch legen. Mit flüssiger Butter bepinseln (vor allem am Rand), die Füllung drauf, die Enden einschlagen, dann die Seiten einschlagen und mit Hilfe des Tuches aufrollen. Mit flüssiger Butter das Ende verkleben und mit einem kleinen Schwung den Strudel in die Reine befördern, so dass die „offene“ Seite unten liegt. Mit flüssiger Butter bepinseln. Bei mittlerer Hitze auf der Mittelschiene backen, bis er hellbraun ist.. Alle 10 Minuten mit einer Milch-Butter-Mischung begießen, dann wird er oben schön weich.

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